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Ausgleichsposten der Krankenhausbilanz

Rechtsquellen

Ausgleichsposten sind in § 5 Abs. 4 und Abs. 5 der Krankenhausbuchführungsverordnung beschrieben.

Begriff

Ausgleichsposten können als Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung (auf der Aktivseite) und als Ausgleichsposten für Darlehensförderung auftreten (auf der Aktivseite bzw. Passivseite).

Krankenhäuser, die nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) zur Finanzierung von Investitionen Fördermittel erhalten haben, bilden in Höhe der Fördermittel einen Sonderposten, sobald das entsprechende Anlagevermögen angeschafft wurde. Die Höhe der jährlichen Auflösung des Sonderpostens neutralisiert die Abschreibung. Das ist erst seit Inkrafttreten des KHG im Jahre 1973 möglich. Für Anlagevermögen, das vor 1973 angeschafft wurde, jedoch nach dem KHG förderfähig gewesen wäre, hat der Gesetzgeber Ausgleichsposten eingeführt. Sie sollen ebenfalls eine Neutralisation der Abschreibung gewährleisten.

Ausgleichsposten unterscheiden sich hinsichtlich der ursprünglichen Finanzierung des Anlagevermögens, nämlich – wie der Name verrät - mit Eigenmitteln oder mit Darlehen.

Der Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung ist auf der Aktivseite bilanziert und wird jährlich in Höhe der Abschreibung größer.

Beim Ausgleichsposten für Darlehensförderung wird zusätzlich die jährliche Tilgungsrate des Darlehens berücksichtigt. Ist die Abschreibung höher als die Tilgung, steht der Ausgleichsposten auf der Aktivseite. Ist die Tilgung höher, befindet sich der Ausgleichsposten auf der Passivseite.