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Benchmarking

Begriff

Der Begriff und die Methode Benchmarking stammen aus dem amerikanischen Wirtschaftsraum und wurden in den 1980er Jahren entwickelt (engl. Benchmark = Maßstab).

Es geht um den zielgerichteten Vergleich von unterschiedlichen Aspekten der Unternehmensführung und -organisation entweder innerhalb großer Unternehmen oder mit fremden Unternehmen.

Die Grundidee sich mit Andern zu vergleichen ist grundsätzlich nicht neu und wurde von jeher in Einzelfällen angewandt. Benchmarking als Managementmethode wurde jedoch erst zu Beginn der 1980er Jahre durch das US-Unternehmen XEROX angewendet und danach populär.

Das Besondere am Benchmarking: Es findet nicht (nur) der Vergleich zwischen Unternehmen insgesamt statt, sondern es werden einzelne Abläufe und Verfahren isoliert untersucht und verglichen. Und hierbei wird sich nicht auf die eigene Branche beschränkt, sondern es werden sich Anregungen branchenübergreifend gesucht. 

Themenfelder des Benchmarking können folgende sein (Deutsches Benchmarking Zentrum DBZ, Berlin):

  • Strategien
  • Organisationstrukturen
  • Leistungsfaktoren (Performance Indikatoren)
  • Prozesse
  • Produkte und Dienstleistungen
  • Methoden, Instrumente und Systeme

Benchmarking wird in verschiedenen Phasen durchgeführt, die prinzipiell dem üblichen Managementkreislauf entsprechen (DBZ):

  1. Zielsetzung: Was genau wird beabsichtigt? Zu ungenaue Zielsetzungen führen oft zu falschen Rückschlüssen.
  2. Interne Analyse: Es werden Ursache-Wirkungszusammenhänge gesucht, die auch gemessen werden können und erst damit vergleichbar werden.
  3. Vergleich: Es wird der Vergleichspartner (interne Abteilung oder fremdes Unternehmen) festgelegt. Voraussetzung ist, dass die notwendigen Informationen für einen Vergleich zur Verfügung stehen.
  4. Maßnahmen: Nach dem Vergleich werden Maßnahmen zur Verbesserung entworfen, bewertet und ausgewählt.
  5. Umsetzung: Die ausgewählten Maßnahmen werden durchgeführt.  Zur Kontrolle werden nach Einführung und einer ausreichenden Praxisphase die entsprechenden Kennzahlen überprüft. Ist keine Verbesserung eingetreten startet der Prozess von vorne.   

Kritisch zu beurteilen ist ein Benchmarking, das nicht sorgfältig genug durchgeführt wird. Die Verbesserungen müssen zur eigenen Unternehmensstrategie passen, die eigenen und die fremden Zusammenhänge müssen sorgfältig analysiert und vollständig verstanden und durchdrungen werden. Sonst kopiert man fremde Lösungen, die nicht zum eigenen Unternehmen passen und dieses sogar schwächen können.