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Bilanzanalyse

Rechtsquellen

Handelsgesetzbuch / 3. Buch: Handelsbücher/ Speziell § 266 HGB

Begriff

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind die Kernbestandteile des handelsrechtlichen Jahresabschlusses. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt und erläutert in Form von einzelnen Aufwendungen und Erträgen,  den erwirtschafteten Jahresüberschuss /-fehlbetrag des abgelaufenen Wirtschaftsjahres dar. Die Bilanz stellt das am Stichtag vorhandene Vermögen des Unternehmens und dessen Finanzierung dar. Jahresabschlüsse dienen den Eignern und den Gläubigern einer Gesellschaft als wichtiges Informationsinstrument zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage. Zum besseren Verständnis analysieren sie die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Als Werkzeuge kommen hier meist Kennzahlen zum Einsatz, die neben dem aktuellen Zeitpunkt auch die Entwicklung über die Zeit zeigen. Auf der Aktivseite der Bilanz (Vermögenslage) wird die Struktur des Vermögens analysiert. Auf der Passivseite die Struktur der Finanzierung (Finanzlage). Die Gegenüberstellung von Vermögens- und Finanzlage wiederum bringt Informationen wie sicher das Vermögen finanzier ist und wie die Liquidität der Gesellschaft zum Stichtag bemessen ist.

Zur Beurteilung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Gesellschaft ist der Jahresabschluss und dessen Analyse ein zentrales Instrument für den Wirtschaftsausschuss. Die Bilanzanalyse zeigt dem Wirtschaftsausschuss, welches Vermögen die Gesellschaft hat und wie sie es finanziert hat. Im Zeitablauf wird so über die Bilanzanalyse sichtbar, ob und wo das Unternehmen investiert, ob Finanzschulden auf- oder abgebaut werden und wie solide sich die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens entwickelt.