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Business Process Reengineering

Begriff

Mit Business Process Reengineering wird ein (Beratungs-)Konzept beschrieben, in dem alle Abläufe eines Unternehmens auf den Prüfstein gestellt werden.

Dabei plant man das Unternehmen mit allen Prozessen so, als würde man ganz von vorne beginnen und z.B. alle aktuell verfügbaren technologischen Möglichkeiten ausschöpfen können.

Unternehmen, die bereits seit mehreren Jahren bestehen, tendieren dazu, Gewohnheiten zu entwickeln und Abläufe beizubehalten, die nicht mehr angemessen sind, vielleicht zu langsam oder zu kostenintensiv.

Hier wäre eine Möglichkeit, einzelne Abläufe oder Geschäftsprozesse zu untersuchen, Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen und diese einzuführen.

Den Befürwortern des Business-Prozess-Reengineering geht das nicht weit genug und sie fordern eine grundsätzlichere Vorgehensweise: Man soll das Unternehmen „neu erfinden“ und sich dabei fragen, wie ein Unternehmen heute aussehen könnte, um den Geschäftszweck bestmöglich zu erfüllen.

Hierbei geht es um ein grundsätzlich Überdenken und radikale Neugestaltung von Geschäftsprozessen, damit sich zentrale Kennzahlen dramatisch verbessern: Kosten, Qualität, Service und Geschwindigkeit.

Dabei werden vier Grundprinzipien in den Mittelpunkt gestellt:

  • Es geht um die wichtigsten und entscheidenden Geschäftsprozesse
  • Diese Prozesse müssen auf den Kunden ausgerichtet sein
  • Das Unternehmen soll sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren
  • Die Möglichkeiten der IT (bzw. heute der Digitalisierung) müssen bestmöglich genutzt werden  

Das Konzept des Business Process Reengineering ist zu Beginn der 1990er Jahre entwickelt worden und durch das Buch „Reengineering the Corporation“ von Michael Hammer und James Champy populär geworden.

Kritiker bemängeln den enormen Aufwand, den dieses Konzept erfordert und der die Ergebnisse nicht rechtfertigt.