Facebook Pixel

Holdinggesellschaft

Rechtsquellen

Gesetzlich nicht geregelt

Begriff

Dachgesellschaft, die als rechtlich selbständiges Unternehmen (AG oder GmbH) Anteile an anderen Unternehmen hält und auf diese wirtschaftlichen Einfluss ausübt, ohne dass die beherrschten bzw. kontrollierten Unternehmen ihre rechtliche Selbständigkeit verlieren.

Die Holdinggesellschaft (meist „Holding“ genannt) beteiligt sich nicht am operativen Geschäft des Unternehmens, das heißt, sie nimmt keine Produktions- oder Handelsaufgaben wahr, sondern ist im Regelfall eine reine Finanzierungs- und Verwaltungsgesellschaft ohne Geschäftsbetrieb. Die Tochtergesellschaften des Konzerns bleiben rechtlich zwar selbstständig, treten ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit jedoch an die Holdinggesellschaft ab. Je nach Zielsetzung wird zwischen Finanzholding und Managementholding unterschieden. Die Finanzholding übernimmt keine Führungsfunktionen, sondern beschränkt sich auf Finanzierungsaufgaben für alle Tochtergesellschaften. Eine Managementholding übernimmt die strategische Steuerung und Kontrolle der Unternehmen und sorgt für ein Auftreten als wirtschaftliche Einheit. Im Rahmen eines Konzerns nimmt sie die einheitliche Leitung des Konzerns wahr.

Holdinggesellschaften übernehmen häufig aus Gründen der Effizienz für alle abhängigen Gesellschaften zentrale Dienste wie z. B. das Personalwesen, die EDV oder Marketing.

Die Holding ist betriebsverfassungsrechtlich ein Betrieb, der einen Betriebsrat wählt, wenn ihm mindestens fünf wahlberechtigte Arbeitnehmer angehören, von denen drei wählbar sind (§ 1 Abs. 1 BetrVG).