Facebook Pixel

Informationsquellen des Wirtschaftsausschusses

Rechtsquellen

Die rechtlichen Grundlagen für die Informationsquellen hängen stark mit den Informationsrechten des Wirtschaftsausschusses zusammen. Die Informationsquellen des Wirtschaftsausschusses gehen aber noch weiter als diese und finden sich auch außerhalb des Betriebsverfassungsgesetzes.

Begriff

Informationsquellen für den Wirtschaftsausschuss können das Handelsregister, der Jahresabschluss, die monatlichen Berichte, die Unternehmensplanung, sowie Prüfungsberichte und Berichte von Unternehmensberatern sein.

Die Informationen aus dem Handelsregister bekommt man bei diesem. Das Handelsregister wird beim für den Unternehmenssitz zuständigen Amtsgericht geführt. Es gibt Daten wie z.B. die gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, Gesellschaftsverträge, Gewinn- und Verlustab­führungs­verträge, sowie Jahresabschlüsse, die Unternehmen zum Handelsregister veröffent­lichen müssen. Da diese öffentlich zugänglich sind, ist es für den Wirtschaftsausschuss möglich auch ohne Hilfe des Unternehmers an diese Informationen zu kommen.

Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und bei größeren Gesellschaften der Anhang und der Lagebericht. Der Jahresabschluss dient der Darstellung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Unternehmens. Allerdings ist der Jahresabschluss eine Zusammenfassung auf höchster Stufe, d.h. er ist wenig detailliert. Daher ist es für den Wirtschaftsausschuss notwendig beim Unternehmer nachzufragen, aus welchen einzelnen Positionen sich die zusammengefassten Postionen und Beträge im Jahresabschluss ergeben.

Da der Jahresabschluss nur einmal jährlich aufgestellt werden muss und es sich daher um vergangenheitsbezogene Werte handelt, ist es für den Wirtschaftsausschuss umso wichtiger sich die monatlichen Berichte (aus dem Controlling) vorlegen zu lassen. Möglicherweise kann der Wirtschaftsausschuss dann schon unterjährig Trends erkennen. Durch seinen Bericht an den Betriebsrat bzw. Gesamtbetriebsrat können diese dann bereits zeitnah Handlungsnotwendigkeiten erkennen und Handlungsoptionen entwickeln.

Der Wirtschaftsprüfungsbericht ist insbesondere wegen es sog. „Testats“ der Wirtschaftsprüfer wichtig. Das Testat sagt aus, in welchem Umfang die Bilanzierung und die dieser zugrunde liegenden Buchführung den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Buchführung entsprechen. Es ist quasi ein „Gütesiegel“ für die Unternehmensexternen wie Banken oder Aktionäre bzw. Gesellschafter.

Schließlich sind Berichte von Unternehmensberater eine wichtige Quelle für die Wirtschaftsausschussarbeit. Meist werden Unternehmensberater eingeschaltet um Einsparpotentiale für das Unternehmen darzustellen und zu realisieren. Da die Unternehmensberater externe Berater des Unternehmens sind, haben sie meist sehr wenig Einblick in den konkreten betrieblichen Ablauf.

siehe auch