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Public Company Limited by Shares (Public Limited Company, PLC)

Begriff

Bei einer Public Company Limited by Shares (oder Public Limited Company, auch p.l.c.; frei übersetzt als „öffentliche Gesellschaft, haftungsbeschränkt auf ihre Kapitalanteile“) handelt es sich um eine Rechtsform, genauer um eine Gesellschaft britischen Rechts (vgl. hierzu auch die Ltd.). Als solche ist sie einfach und schnell zu errichten. Selbst wenn die Gesellschaft nicht in Großbritannien ansässig ist (nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes kann eine Gesellschaft in einem Europäischen Land errichtet, in einem anderen tätig werden), wird sie nach den dort geltenden Vorschriften gegründet und eingetragen, Organe und Vertretungsbefugnisse richten sich nach dem Recht Großbritanniens.

Die PLC erleichtert die Kapitalbeschaffung wie bei einer deutschen Aktiengesellschaft durch Ausgabe von Anteilsscheinen: An der Wertpapierbörse werden diese, die „shares“ (Anteile), gehandelt.

Es gibt nur ein Verwaltungsorgan mit mehrerlei Mitgliedern: Die „Executive Directors“ entsprechen den deutschen Vorständen, die „Non Executive Directors“ übernehmen dann ähnliche Funktionen wie der deutsche Aufsichtsrat.

Die PLC kann ist bei deutschen Gesellschaften auch als Komplementär zu finden: etwa in einer PLC & Co. KG (siehe hierzu auch: GmbH & Co. KG). Wird z.B. eine Komplemetär-GmbH oder eine Komplementär-AG durch eine PLC ersetzt, so erhält die deutsche KG einen ausländischen Komplementär. Dies kombiniert zum einen wie bei einer Aktiengesellschaft den einfachen Zugang zu Kapital (z.B. über die Börse), zum anderen und gleichzeitig entfällt aber die Mitbestimmung von Arbeitnehmern im Aufsichtsrat.