Facebook Pixel

Rücklagen

Rechtsquellen

Die Positionen Kapital- bzw. Gewinnrücklage werden im Handelsgesetzbuch unter § 266 als Teil des bilanziellen Eigenkapitals beschreiben.

Begriff

Man unterscheidet zwischen Kapital- und Gewinnrücklage:

  • Die Kapitalrücklage ist die zweite Position im Gliederungsschema des Eigenkapitals unter § 266 HGB. Auch hier handelt es sich um Eigenkapital, das von den Gesellschaftern von aussen einbezahlt wurde. Diese Kapital ist allerdings nicht mit Stimm- bzw. Gewinnrechten verknüpft.
  • Gewinnrücklagen sind ebenfalls Teile des bilanziellen Eigenkapitals. Sie entstehen aus Jahresüberschüssen, die nicht an die Eigner ausgeschüttelt, sondern im Eigenkapital belassen werden. Es handelt sich um sogenannte thesaurierte Gewinne.

Kapitalrücklagen entstehen, wenn Anteilsscheine am Unternehmen (Aktien, GmbH Anteile) über ihrem Nennwert an die Gesellschafter ausgegeben werden. Auch eine Kapitalerhöhung, bei der die Stimm- und Gewinnrechte der bisherigen Gesellschafter unverändert bleiben sollen, kann in Form einer Erhöhung der Kapitalrücklage erfolgen.

Gewinnrücklagen erhöhen das Eigenkapital. Je höher die Gewinnrücklagen sind, desto eher besteht in Verlustjahren ein Schutz vor bilanzieller Überschuldung des Unternehmens. Eine gesetzliche Pflicht zur Bildung einer Rücklage (gesetzliche Rücklage) existiert allerdings nur bei der Aktiengesellschaft.