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Rückstellungen

Rechtsquellen

Rückstellungen werden im § 249 HGB (Handelsgesetzbuch) beschrieben. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt laut § 266 HGB im Bereich des Fremdkapitals.

Begriff

Der Begriff Rückstellungen gehört in den Themenbereich des Jahresabschlusses eines Unternehmens.

Rückstellungen sind hier Verpflichtungen des Unternehmens, die am Abschlussstichtag wahrscheinlich oder sicher entstanden sind aber hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts noch unbestimmt sind (§249 HGB).

In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter

  • Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
  • Steuerrückstellungen
  • Sonstige Rückstellungen

Das deutsche Recht zur Rechnungslegung (3. Buch des HGB) ist auf den Gläubigerschutz ausgerichtet. Ziel ist eine, zur Sicherheit der Gläubiger, konservative Darstellung des Vermögens, der Schulden und des Gewinns der Gesellschaft.

In diesem Sinne werden Aufwendungen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr sicher entstanden sind, aber der Höhe nach noch unbekannt sind kalkuliert und gewinnmindernd in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt (Beispiel: Rückstellungen eines Versorgungsunternehmens für den Rückbau eines Kernkraftwerkes). Ebenso wird mit Aufwendungen verfahren, bei denen sich das Unternehmen nicht sicher ist, ob sie entstanden sind und in welcher Höhe sie entstanden sind (Beispiel: Garantierückstellung).

Es handelt sich also um Eventual-Verbindlichkeiten.