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Schülerbetriebspraktika

Rechtsquellen

§ 5 Abs. 2 Nr. 2 JArbSchG

Begriff

Von Schulen organisierte Veranstaltungen in Betrieben mit dem Ziel, dass Schüler die Berufs- und Arbeitswelt unmittelbar kennenlernen, sich mit ihr auseinandersetzen und ihnen dadurch die Ausbildungs- und Berufswahl zu erleichtert wird.

Betriebspraktika für Schüler von Haupt-, Real- und Fachoberschulen werden meist vor dem Schulabschluss durchgeführt. Es kann zwischen einer Woche und vier Wochen dauern. Für Schüler von Gymnasien gibt es besondere Praktikumsformen. Das Verbot von Kinderarbeit (§ 5 Abs. 1 JArbSchG) gilt nicht für die Beschäftigung von Kindern (unter 15 Jahre alt) im Rahmen des Betriebspraktikums während der Vollzeitschulpflicht (§ 5 Abs. 2 Nr. 2 JArbSchG).

Da Schüler während des Betriebspraktikums nicht in den Betrieb eingegliedert werden und auch keine weisungsgebundene Tätigkeit verrichten, stellt die Aufnahme von Schülerpraktikanten keine Einstellung im Sinne von § 99 Abs. 1 BetrVG dar und bedarf daher auch nicht der Zustimmung des Betriebsrats (BAG v. 8.5.1990 - 1ABR7/89). Schüler im Praktikum sind keine Arbeitnehmer des Betriebs im Sinne von § 5 Abs. 1 BetrVG.