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Segmentberichterstattung

Rechtsquellen

Eine Segmentberichterstattung kann den Konzernabschluss lt. § 297 Abs. 1 Satz 2 Handelsgesetzbuch (HGB) ergänzen. Das ist ebenfalls nach § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften möglich, die nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet sind. Unternehmen die ihren Jahresabschluss (Einzel- bzw. Konzernabschluss) nach IFRS aufstellen, müssen unter Umständen die Segmentberichterstattung durchführen. Das sind v.a. kapitalmarktoriente Unternehmen (IFRS 8).

Begriff

Die Segmentberichterstattung dient der Veröffentlichung von finanziellen Informationen einzelner Teilbereiche des Unternehmens, die für Externe aus dem Jahresabschluss (Einzel- bzw. Konzernabschluss) so nicht erkennbar sind.

Das operative Geschäft eines Unternehmens kann in einzelne Sparten aufgeteilt sein. Jede Sparte kann unterschiedliche Chancen und Risiken bergen. Eine Sparte könnte Gewinne erwirtschaften, während eine andere Verluste einbringt. In den Zahlen des Jahresabschlusses ist das für externe Adressaten nicht erkennbar, weil über das Unternehmen nur insgesamt berichtet wird. Interessant wären diese Informationen jedoch z. B. für Investoren, Anteilseigner, Fremdkapitalgeber und Arbeitnehmer.

Segmente könnten z. B. unterschiedliche Produktlinien sein. Es wäre möglich, dass das operative Geschäft geographisch entsprechend dem Absatzmarkt aufgeteilt ist. Eine Aufteilung nach unterschiedlichen Umsatzstärken einzelner Produkte ist ein weiteres Beispiel. Bei einem Segment handelt es sich i. d. R. um einen abgrenzbaren Teilbereich bzw. Geschäftsbereich, der von der Geschäftsführung einzeln beurteilt wird.