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Gut zu wissen
Für die vielen Anforderungen an Sie als Betriebsratsvorsitzenden oder Stellvertreter müssen Sie sich umfangreich informieren. Manchmal ist es dabei auch ganz wichtig zu wissen, wie Ihre Betriebsratskollegen aus anderen Unternehmen denken. Darum bieten wir zu unseren aktuellen Infos auch gleich eine Umfrage an. Mit der Rubrik „Gut zu wissen“ können Sie also nicht nur Ihren Wissenschatz erweitern!

Hier finden Sie die aktuelle Umfrage aus dem monatlichen Newsletter für Ihre Arbeit als Betriebsratsvorsitzender. Stimmen Sie mit ab und erfahren Sie, wie andere Betriebsratsvorsitzende über die Frage denken. Den kostenlosen Newsletter mit vielen interessanten Fachbeiträgen können Sie hier bestellen.

Wie gut funktioniert die Zusammenarbeit zwischen BRV und Stellvertreter in Ihrem Gremium?

Wie wird aus BRV und Stellvertreter ein professionelles Leitungsteam?

Ein Betriebsratsgremium zu führen bedeutet jede Menge Arbeit. Am besten packen Sie diese Herausforderung als gut funktionierendes Leitungsteam. Nach der Betriebsratswahl werden in der konstituierenden Sitzung der Betriebsratsvorsitzende und sein Stellvertreter gewählt. Damit sind die Rollen formal verteilt. Wie entsteht nun aber in der praktischen Zusammenarbeit ein professionelles Leitungsteam? Selbst wenn Sie schon länger im Betrieb oder auch im Gremium zusammenarbeiten – in den neuen Rollen lernen Sie sich ganz anders kennen. Und dabei kann es die ein oder andere Überraschung geben – positiv wie auch negativ.

 

Das Leitungsteam – Zwei Persönlichkeiten

In den meisten Fälle sind beide – BRV und Stellvertreter – an einer guten Zusammenarbeit interessiert, dennoch können schnell Missverständnisse und Enttäuschungen auftreten. Daher sollten Sie sich zunächst einmal die Zeit nehmen, um zu zweit persönlich Resümee zu ziehen. Dabei lautet die zentrale Frage: Wie gut kennen wir uns denn überhaupt? Wie wirken wir aufeinander? Die Beantwortung dieser Fragen kann dem jeweils anderen zeigen, wie er gesehen wird. So können Missverständnisse von Anfang an ausgeräumt werden.

 

Erste Schritte zur guten Zusammenarbeit

Damit die Zusammenarbeit gelingt, sollten Sie außerdem ein paar grundlegende Dinge klären:

  • Wie möchten Sie sich organisieren? Welche Aufgaben übernehmen Sie jeweils?
  • Wie kommunizieren Sie miteinander?
  • Wie präsentieren Sie sich in der Öffentlichkeit?
  • Und welche gegenseitigen Erwartungen haben Sie?

 

Stecken Sie sich gemeinsam klare Ziele

Im nächsten Schritt geht es darum, eine gemeinsame Richtung zu definieren: Welche Politik, welche Ziele und welche Strategie möchten Sie als Leitungsteam erreichen? Überlegen Sie sich, was auf dem Weg zum Ziel konkret getan werden muss, d.h. welche Maßnahmen Sie ergreifen müssen. Es hilft, dies auch einmal schriftlich festzuhalten.

Wenn Ihr Vorschlag im Gremium Zuspruch findet, müssen Sie als Leitungsteam diese Richtlinien an vorderster Front repräsentieren und leben. Mit der tatkräftigen Unterstützung Ihres Gremiums sind Sie dann auf dem besten Weg, die gemeinsamen Ziele auch zu erreichen.

 

Feedback-Kultur entwickeln

Damit der gute Anfang der Zusammenarbeit nicht schnell verpufft, ist regelmäßiges Feedback wichtig. Klären Sie in vereinbarten Zeitabschnitten, ob Sie beide auf dem richtigen Weg sind. Diese Fragen können dabei helfen:

  • Informieren wir uns regelmäßig gegenseitig?
  • Geben wir uns die nötige Rückendeckung?
  • Schätzen und unterstützen wir einander?
  • Schauen wir gemeinsam nach vorne und sprechen über Ziele und Aufgaben?
  • Sind unsere gegenseitigen Erwartungen geklärt?
  • Nehmen wir uns ausreichend Zeit, um Differenzen zu klären?

 

So führen Sie das Gremium gemeinsam

Doch nicht nur unter vier Augen, sondern auch im Austausch mit dem Gremium gilt es, als Team aufzutreten. Kommunizieren Sie offen und vertreten Sie gemeinsam und konsequent die vereinbarte Richtung. Nur so können die Gremiumsmitglieder zu Ihnen beiden gleichermaßen Vertrauen aufbauen. Zeigen Sie beide Durchsetzungsfähigkeit, Fachkompetenz und Belastbarkeit. Vergessen Sie aber auch die „weichen“ Führungseigenschaften nicht: das offene Ohr für alle Gremiumsmitglieder, die Fähigkeit zu motivieren und den Mut, auch mal den ein oder anderen Fehler einzugestehen. So bleibt auf Dauer die Motivation im Gremium erhalten und das Engagement wächst.