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Beratungsgespräche – das A und O der täglichen Betriebsratsarbeit

Lösungsorientiere Beratungsgespräche

Beraten Sie als Betriebsrat oder Schwerbehindertenvertreter Ihre Kollegen vertrauensvoll und lösungsorientiert

Gerade in einer Zeit des digitalen Wandels, der Umstrukturierungen und Sorgen um den Arbeitsplatz fordern Ihre Kollegen von Ihnen als Betriebsrat ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte. Sie brauchen dringend Ihre Expertise als Betriebsrat in einem betrieblichen Beratungsgespräch. Aber Informationen reichen oft nicht aus. Von einem Arbeitnehmervertreter wünscht man sich einen verständnisvollen Zuhörer, einen Coach und erbittet am besten gleich die passende Lösung für das anstehende Problem.

Was ist eigentlich ein Beratungsgespräch?

Bei einem betrieblichen Beratungsgespräch geht es darum, dass ein Arbeitnehmer den Betriebsrat oder Schwerbehindertenvertreter darum bittet, ihm bei der Lösung seines Problems zu helfen.

1. DAS PROBLEM

Das eigentliche Problem des Arbeitsnehmers wird in den seltensten Fällen durch eine reine Informationsweitergabe zu lösen sein. Meistens drückt der Schuh noch woanders. Den Ratsuchenden belasten zusätzlich Entscheidungs-, Verhaltens- und emotionale Probleme, die oft mit inneren Konflikten einhergehen.

In den meisten Beratungssituationen ist es weder dem Arbeitnehmer bewusst, noch für den Betriebsrat als Berater erkennbar, welches Problem hier tatsächlich vorliegt. Beide müssen zu Beginn eines Beratungsgespräches herausfinden, was der Grund des Problems ist. Es ist also zunächst eine Bestandsaufnahme zu machen. Während bei einem reinen Informationsproblem eher der Rat gesucht wird, ist bei Entscheidungsverhaltens- und emotionalen Problemen das beratende Gespräch gefragt.

2. DER RATSUCHENDE

Neben der objektiven Betrachtung des Problems steht der Arbeitnehmer mit seinen ganz persönlichen Erlebens- und Verhaltensweisen, seiner Sichtweise und der Bedeutung des Problems, seinen Wünschen, Gefühlen und Bedürfnissen im Mittelpunkt des Beratungsgespräches. Diese subjektive Seite ist geprägt durch die Lebensgeschichte des Kollegen, seiner derzeitigen Lebensumstände, Erfahrungen und sprachlichen Fertigkeiten, die Sie als Betriebsrat oder Vertrauensperson im Beratungsgespräch berücksichtigen müssen. Die ratsuchende Person kommt mit ganz bestimmten Erwartungen in dieses Gespräch und mit mehr oder weniger klaren Zielvorstellungen. Das sollte ihnen klar sein. Der Kollege vertraut Ihnen und glaubt, dass Sie in Ihrer Rolle als Interessenvertreter bei der Lösung seines Problems helfen und Ihn unterstützen. Für beide Seiten ist es daher wichtig, zuerst die Erwartungen des Ratsuchenden zu klären. Seine oft unscharfen Zielvorstellungen sollten ebenfalls erörtert und konkretisiert werden.

3. DER BERATER

Was sind die Voraussetzungen für ein hilfreiches, beratendes Gespräch?

Diese drei Verhaltensprinzipien/Einstellungen sind Grundvoraussetzungen für eine gute Beratung und führen zum Ziel: Echtheit, positive Wertschätzung und einfühlendes Verstehen.

1. Echtheit in der Beratungssituation bedeutet in erster Linie Aufrichtigkeit gegenüber dem Ratsuchenden. Der Berater muss ein ehrliches Interesse daran haben, seinem Gegenüber gut zuzuhören. Ein guter Berater geht ohne vorgefasste Meinung und Vorurteile in das Gespräch.

2. Positive Wertschätzung
Der Berater erkennt seinen Gesprächspartner als mündigen, eigenständigen Menschen an, indem er dessen Art des Fühlens und Erlebens akzeptiert, auch wenn dies seinen eigenen Vorstellungen und Wertmaßstäben nicht entspricht. Er enthält sich daher jeglicher Kritik, ¬vermeidet Ratschläge (Ratschläge können auch Schläge sein)¬ und weckt keine Schuldgefühle.

3. Einfühlendes Verstehen
Jeder Mensch hat seine eigene subjektive Erlebniswelt, die für ihn die Realität darstellt. Aufgabe des Beraters ist es, diese innere Realität seines Gegenübers wahrzunehmen, zu verstehen und das Verstandene mitzuteilen. Er überlässt die Darlegung und den Lösungsweg des Problems völlig der Initiative des Ratsuchenden. Der Berater spiegelt die vom Gesprächspartner sowohl auf sprachlicher als auch gefühlsmäßiger Ebene übermittelten Botschaften in eigenen Worten wider. Der Berater meldet zurück, ob er den zu Beratenden richtig verstanden und interpretiert hat.

Sie wollen Ihre Beratungsgespräche langfristig für sich und den Ratsuchenden erfolgreicher und professionell gestalten?  Egal ob sie als Betriebsrat oder Schwerbehindertenvertretung die passende Weiterbildung dazu suchen? Holen Sie sich die nötigen Kompetenzen unseren Seminaren.