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Konflikte im Unternehmen

Drohender Arbeitsplatzverlust durch Globalisierung, Personalabbau, Leistungsverdichtung, hohes Innovationstempo – die Stimmung in vielen Betrieben und Behörden ist angespannt.

Die Forschungsabteilung streitet mit der Produktion über Qualitätsansprüche. Im Team herrscht Unfrieden über die Arbeitsverteilung. Herr Müller kann nicht mehr mit Herrn Meier zusammenarbeiten, beide reden nur noch über Dritte miteinander. Betriebsräte und Personalräte kennen es aus ihrer täglichen Arbeit: Konflikte sind fester Bestandteil des betrieblichen Alltags. Das war schon immer so. Doch der Umgang mit solchen Differenzen hat sich in den letzten Jahren verändert: Die Rolle der Mitarbeitervertretungen ist deutlich wichtiger geworden. Dies spiegelt sich in der Praxis der Betriebsräte und Personalräte wieder, es zeigt sich auch am wachsenden Bedarf an Qualifikation und Beratung zum Thema Konflikt und Konfliktlösung.

Konflikte belasten die Beteiligten, behindern Arbeitsprozesse, verursachen Kosten. Extreme Formen wie Mobbing können menschliche Existenzen vernichten.

Konflikte haben aber auch positive Seiten. „Ohne Konflikte gibt es keinen Fortschritt“, so die Ansicht mancher Konfliktforscher. Wichtige Voraussetzung dabei ist aber, das die Konflikte für die beteiligten Parteien auch zufriedenstellend gelöst werden. Wie und unter welchen Voraussetzungen Lösungen erarbeitet werden können ist zentrales Thema der ifb-Seminare und zertifizierten ifb-Ausbildungen in diesem Bereich.

Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, sich zu beschweren. Entsprechende Regelungen finden sich im Betriebsverfassungsgesetz (§ 84 und § 85) und im Bundespersonalvertretungsgesetz (§ 68). Es besteht ein Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf Überprüfung der Beschwerde und Mitteilung des Ergebnisses durch den Arbeitgeber (beim Arbeitsgericht einklagbar, Urteilsverfahren nach § 2 ArbGG). Wenn ein Konflikt eskaliert und zum Mobbingfall wird, tauchen schnell weitere juristische Fragen auf. Seien es Fragen zu den rechtlichen Möglichkeiten der Mitarbeitervertretung, einzugreifen oder zu unterstützen, oder Fragen zu den rechtlichen Möglichkeiten der Betroffenen, sich zu verteidigen oder juristische Schritte einzuleiten. Die relevanten Gesetze haben wir auf dieser Webseite für Sie zusammengestellt. Da Mobbing juristisch gesehen immer auch ein Beweisproblem ist, ist der Hinweis auf geeignete Dokumentationen wie ein Mobbing-Tagebuch wichtig.