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Rechtsprechung

Nach eigener Kündigung bei Mobbing keine Sperrzeit

Kündigt ein Arbeitnehmer von sich aus, verhängt das Arbeitsamt normalerweise eine 12wöchige  Sperrzeit. Das tat es auch im Fall eines Buchhalters, der allerdings aus einem ganz besonderen Grund gekündigt hatte: Er war an seinem Arbeitsplatz extremen Mobbing-Attacken ausgesetzt, die zu einem gefährlichen Bluthochdruck geführt hatten, so daß die Arbeit unter diesen Umständen aus medizinscher Sicht nicht mehr vertretbar war. Das Landessozialgericht urteilte, das bei einer Eigenkündigung des Arbeitnehmers regelmäßig keine Sperrzeit verhängt wird, wenn die Arbeit unerträglich ist und der Arbeitgeber nichts dagegen unternimmt.

 

LSG Rheinland-Pfalz - L 1 AL 110/00