Corona Home-Office

Home-Office-Pflicht bis April 2021 verlängert

Bereits seit Ende Januar ist die Arbeitsschutzverordnung in Kraft, die das Home-Office-Angebot in vielen Unternehmen zur Pflicht macht. Unter dem sperrigen Namen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung verbergen sich Regelungen für die Arbeit von zuhause aus; ebenso wie Anforderungen an die Unternehmen.

Neu ist: Arbeitgeber müssen weiter dort Home-Office anbieten, wo es möglich ist: Die „Corona-Arbeitsschutzverordnung“ wird bis zum 30.04.2021 verlängert.

Beschluss der der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs

„Angesichts der pandemischen Lage ist es weiterhin nötig, die epidemiologisch relevanten Kontakte am Arbeitsplatz und auf dem Weg zu Arbeit zu reduzieren.“ Diese Entscheidung fiel auf der Ministerpräsidentenkonferenz Anfang März.

Was bedeutet die Verlängerung für Betriebe und Betriebsräte?

Kurzum: Arbeitgeber müssen weiter Home-Office anbieten, soweit dem keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten sind aber weiterhin nicht verpflichtet, das Angebot auf Home-Office zu nutzen.

Außerdem enthält die Verordnung Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten im Betrieb. Diese Maßnahmen sollen laut Bundesregierung dazu beitragen, das Infektionsrisiko weiter zu senken, ohne dass wirtschaftliche Aktivitäten eingestellt oder beschränkt werden müssen.

Mehr zum Thema

Home-Office: Neue Arbeitsschutzverordnung sorgt für Unruhe.

Was können Sie als Betriebsrat tun?

Verordnung zeigt Wirkung

Offenbar halten sich die meisten Unternehmen an die Vorgaben der Verordnung, wie Stichproben in mehreren Bundesländern ergeben haben. Laut einer Umfrage des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) hat im Februar nahezu jeder zweite Arbeitnehmer (49 %) von zu Hause aus gearbeitet, zumindest an einem Teil der Woche. Dies sei eine leichte Zunahme von 13 % gegenüber dem letzten Sommer, aber auch eine leichte Zunahme an Tagen derer, die schon zum Teil im Home-Office waren. Vergleichszahlen zu Dezember oder Januar liegen offenbar nicht vor. Hubertus Heil sieht sich trotzdem bestätigt.

Mehr Potential sieht hingegen das ifo-Institut: Zwar habe laut ihren Berechnungen der Anteil der Firmen mit Home-Office-Anteil im Februar bei 81 % gelegen. Das große Aber: Nur rund 30 % der Beschäftigten arbeiteten von zu Hause aus, wenigsten zum Teil. Das Potenzial läge bei 56 %, so die Forscher.

Noch nicht verkündet

All diese zusätzlichen Maßnahmen des betrieblichen Arbeitsschutzes seien als Beiträge zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten unbedingt notwendig, so die Bundesregierung.

Noch ist die Verlängerung nicht im Bundesgesetzblatt verkündet – das ist aber für die kommenden Tage zu erwarten.

Tipp: Besuchen Sie unser 

ifb Online-Symposium Home-Office am 29. und 30.03.21!

So schaffen Sie den idealen Rahmen für die Arbeit von Zuhause.

Kontakt zur Redaktion

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wenden Sie sich gerne direkt an unsere Redaktion. Wir freuen uns über konstruktives Feedback!

redaktion-dbr@ifb.de

Email

Zurück zur Übersichtsseite