Arbeitsplatz

Neue Corona-Regeln: Was ändert sich?

Stand: 01.09.2020

Bußgelder für Maskenmuffel

Maskenverweigerer zahlen künftig bundesweit ein Bußgeld von mindestens 50 €. Die Regelung soll in allen Bundesländern mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt gelten. Der dortige Regierungschef Reiner Haseloff kündigte an, dass sein Land die Regelung nicht umsetzen werde. Seine Landesregierung hatte bereits entschieden, bei Verstößen gegen die Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften ein Bußgeld von 60 €o zu erheben.

Für die Bahn wird noch geprüft, ob ein erhöhtes Beförderungsentgelt für Passagiere eingeführt werden kann, die sich nicht an die Maskenpflicht halten. Der Mindestabstand von 1,5 Metern gilt generell weiter.

Reisen / Verdienstausfall bei Quarantäne

Wer in ein Risikogebiet reist, ist zu einer häuslichen Quarantäne von 14 Tagen verpflichtet. Neu ist, dass es in bei „vermeidbaren Reisen“ keinen Verdienstausfall wegen Quarantäne mehr geben soll. Dies gilt aber nur dann, wenn das Land bereits zum Antritt der Reise zum Risikogebiet erklärt worden war. Was sind vermeidbare Reisen? Grundsätzlich sieht § 56 des Infektionsschutzgesetzes eine Entschädigungsregelung vor – aber auch dort findet sich bereits jetzt eine Ausnahme mit dem Halbsatz „hätte vermeiden können“. Beispielsweise Bayern verwies bereits darauf und zahlte keinen Verdienstausfall an Beschäftigte, die in ein Risikogebiet gereist waren. Wie genau die Ausgestaltung von „vermeidbaren Reisen“ in der Praxis aussehen wird, bleibt abzuwarten. Sicher fallen darunter wohl Urlaubsreisen, nicht aber zwingend erforderliche Dienstreisen. Tipp: Vor Reiseantritt sollte man sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes über das Zielland schlau machen.

Schluss sein soll ab dem 15. September mit kostenlosen Corona-Tests für Menschen, die aus Nicht-Risikogebieten einreisen.

Kinderkrankengeld

Gesetzlich Versicherten mit Anspruch auf Kinderkrankengeld sollen in diesem Jahr fünf zusätzliche Tage zur Betreuung eines kranken Kindes gewährt werden. Alleinerziehende sollen zehn zusätzliche Tage dafür bekommen.

Großveranstaltungen und Feiern

Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, bleiben weiter verboten. Bund und Länder verlängern die bestehenden Auflagen bis mindestens zum 31.12.2020. Einzelne Ausnahmen kann es geben, z.B. bei rein regionalen Teilnehmern. Ansonsten gibt es erstmal keine Stadtfeste, Weinfeste oder Sportveranstaltungen mit Zuschauern. Regelungen für einen einheitlichen Umgang mit Publikum bei bundesweiten Sportveranstaltungen werden derzeit ausgearbeitet, Ende offen. Bei privaten Feiern wird es keine bundesweit einheitliche Regelung geben.

Kontakt zur Redaktion

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wenden Sie sich gerne direkt an unsere Redaktion. Wir freuen uns über konstruktives Feedback!

redaktion-dbr@ifb.de

Email

Zurück zur Übersichtsseite