Arbeitsplatz Corona

Ruhetage über Ostern – was bedeutet das für Betrieb, Arbeitnehmer und Betriebsrat?

UPDATE vom 24.03.2021

Angela Merkel nimmt die höchste umstrittene Idee der "Osterruhe" zurück!

Was bedeutet das für 2021?

Gründonnerstag und Karfreitag werden ausnahmsweise doch nicht wie Sonn- und Feiertage behandelt. Offenbar war der Protest gegen die Vorgaben aus der Wirtschaftimmens und die Verwirrung bei den Beschäftigten zu groß. 

Also, April, April! Alle zurück an den Arbeitsplatz ... 

*******************************************************************************************************************************************

Was ist geplant?

Vom 01. bis zum 05. April 2021, also von Gründonnerstag bis Ostermontag, macht Deutschland dicht. In dieser Zeit soll das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Pandemie zu brechen. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen.

In diesem Fall hätten Arbeitnehmer grundsätzlich frei.

Ruhepause, Sonderurlaub oder Feiertag?

Was passiert im Job über Ostern 2021? Als „Ruhepause“ bezeichnet Angela Merkel den Lockdown vom 1. April (Gründonnerstag) bis 5. April (Ostermontag). Es gelte das Prinzip #WirBleibenZuHause; die Tage würden einmalig als „Ruhetage“ definiert. Was heißt das? Nach Angaben der Kanzlerin sind diese Tage wie Sonn- oder Feiertage zu betrachten. In diesem Fall hätten Arbeitnehmer grundsätzlich frei, es könnten aber – wie an Sonn- und Feiertagen auch – bestimmte Unternehmen arbeiten (vgl. §§ 8,9 ArbZG). Beispielsweise Tankstellen blieben also offen. Weitere Ausnahme laut Beschluss: Karsamstag soll der Lebensmittelhandel geöffnet bleiben können.

Arbeitsfrei ohne Urlaubstag

Karfreitag und Ostermontag sind ja sowieso bereits gesetzliche Feiertage. Gründonnerstag und Karsamstag bleibt also ein Großteil der Unternehmen zu – das bedeutet „arbeitsfrei“ für viele Beschäftigte. Die Einreichung von Extra-Urlaub scheint nicht nötig zu sein. Dieser Logik folgend müsste sogar bereits eingereichter Urlaub gutgeschrieben werden können. Für alle, die z.B. Gründonnerstag arbeiten müssen (z.B. in Krankenhäusern), wäre dieser Tag wie ein Feiertag zu behandeln – ggfs. inkl. Zuschüssen. Ob und wie die Umsetzung in der Praxis aussehen wird, bleibt jetzt spannend!

Corona-Tests für Beschäftigte bleiben freiwillig.

Corona-Tests für Beschäftigte?

Laut dem Beschluss der Ministerpräsidenten bleibt es beim Thema Corona-Tests für Beschäftigte weiter bei einer Freiwilligkeit. Das heißt: Es gibt nur Appelle an die Unternehmen, ihre Mitarbeiter zu testen. Anfang April 2021 werden die Wirtschaftsverbände laut Angela Merkel einen ersten Umsetzungsbericht vorlegen, wie viele Unternehmen sich beteiligen. Anschließend werde die Bundesregierung die Situation bewerten – und ggfs. die Arbeitsschutzverordnung anpassen.

Kontakt zur Redaktion

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wenden Sie sich gerne direkt an unsere Redaktion. Wir freuen uns über konstruktives Feedback!

redaktion-dbr@ifb.de

Email

Zurück zur Übersichtsseite