JAV

Was ist das Geheimnis einer richtig guten JAV?

Unser Geheimnis als JAV? Ganz einfach, erzählt die 22-jährige Julia: „Wir sind ein sehr gutes Team!“ Sie ist seit sechs Jahren in der JAV bei Roche und damit quasi die Dienstälteste. „Der Teamgeist ist uns wichtig. Deshalb beginnt auch jede Amtszeit mit einem Teambuilding.“ Direkt nach jeder Wahl trifft sich die frisch gebackene Jugend- und Auszubildendenvertretung für zwei Tage im Tagungshotel. Das schweiße richtig gut zusammen.

Stärken und Schwächen kennenlernen

Und das ist bei Roche besonders wichtig, denn in ihrer derzeit 7-köpfigen JAV sind alle Berufsgruppen vertreten, alle sind sehr unterschiedlich. „Deshalb müssen wir schnell die Stärken und Schwächen der anderen kennenlernen“, meint Julia, „und schnell herausfinden, wer was gerne macht“. Das helfe der ganzen JAV, bestätigen ihre JAV-Kollegen Vincent und Niko. Auch sie sind begeistert über die gute Zusammenarbeit; und dass sie gemeinsam so viel Spaß haben.

„Wir haben schon megaviel erreicht.“

Spaß ja, aber keine Spaßveranstaltung!

Alle drei sind stolz darauf, dass sie bei Roche als JAV schon einiges bewegen konnten. Denn eine „Spaßveranstaltung“ sei ihre JAV nicht! Das ist den Dreien besonders wichtig. "Wir haben schon megaviel erreicht", erzählt Julia. Ein Erfolg ihrer JAV sei beispielsweise die Azubi-WG: Bei Roche bewerben sich Azubis von weit her. Für diese bietet Roche seit dem Jahr 2018 zehn Plätze in einer WG an. Das kommt sehr gut an und auch der Arbeitgeber unterstützt dies. Ein Gremium, bestehend aus JAV, BR und Ausbildungsabteilung, entscheidet, wer einen Platz bekommt.

Was treibt diese JAV an?

„Eine JAV ist einfach wichtig“, sagt der18-jährige Vincent. Er ist im dritten Lehrjahr als Chemikant und seit der letzten Wahl in der JAV. „Wenn es die JAV in den verschiedenen Unternehmen nicht gäbe, dann würde es deutlich mehr Probleme geben“, meint er. „Auch, wenn die Azubis und Kollegen nicht alles mitbekommen, was wir machen – die Erfolge bekommen Sie mit. Und für uns ist die Arbeit in der JAV auch gut, denn wir lernen sehr viel dazu.“ Als Beispiel nennt Julia das Verhandlungsgeschick. „Wie bringt man den Standpunkt der jungen Arbeitnehmer am besten rüber? Nicht so fordernd sein und auf keinen Fall frech wirken, aber sich doch positionieren.“ Das lerne man in Verhandlungstrainings speziell für die JAV.

Das ist auch dem 20-jährigen Niko, der seit vier Jahren in der Roche-JAV ist, wichtig. Seit zwei Jahren ist er stellvertretender Vorsitzender des Gremiums. „Ob Empathie oder Kommunikation, vieles kann man lernen. Und die Erfolge motivieren einfach.“

„Standing together“ war das Motto dieser Zeit.

Abrupte Veränderungen durch Corona

Corona hat natürlich auch für ihre Arbeit Veränderungen mit sich gebracht. Julia erzählt: „Von einem Tag auf dem andere waren wir im März abrupt im Home-Office. Die Hardware war zum Glück schon da. Aber plötzlich war alles anders!“ Den Kontakt als JAV haben sie auch in dieser Zeit gut gehalten, z.B. durch den Austausch per Video. „Digital ist so eine Sitzung wirklich anstrengend, deswegen haben wir die Sitzungsdauer reduziert“, berichtet Niko. „Ich wäre ab und an wirklich gerne in die Arbeit gefahren“, erzählt Vincent. Alle Drei fanden die Trennung von Arbeit und Privatem nicht immer einfach.

Viel Zeit zum Grübeln gab es aber nicht. Weil Roche Corona-Antikörpertests produziert, gab es natürlich in der Produktion viel zu tun. Durch Aktionen wie freiwillige Mithilfe hätte das ganze Unternehmen an einem Strang gezogen. „Standing together“ war das Motto dieser Zeit.

Und der Austausch mit den Azubis?

Den Kontakt zu halten sei sowieso ein wichtiges Stichwort, meint Julia. Drei bis vier Mal pro Jahr versendet die JAV einen Newsletter an die Azubis und jungen Kollegen, immer mit verschiedenen Schwerpunkten. Einmal haben Sie beispielsweise den medizinischen Dienst und die Bereichsleitung interviewt. „Mit dem ersten Lehrjahr halten wir am engsten Kontakt“, erzählt Julia. Außerdem gibt es natürlich JA-Versammlungen. Aktuelles tauschen Sie per E-Mail aus; zudem hat die JAV eine Homepage im Intranet.

„Ich würde es jedem raten, sich für die JAV aufstellen zu lassen.“

Zum Glück sind wir in der JAV

Zum Glück sind wir in der JAV, da sind sich am Ende alle drei einig. „Es macht einfach Spaß“, sagt Vinzent, „die JAV ist so wichtig. Ich habe sogar schon Freunde animiert, sich in ihrem Unternehmen aufstellen zu lassen“, erzählt Niko. „Man entwickelt sich einfach weiter in der JAV.“

Julia hat noch eine Amtszeit, in der sie den Vorsitz Schritt für Schritt in gute Hände übergeben kann. „Ich würde es jedem raten, sich für die JAV aufstellen zu lassen. Man wird selbstbewusster. Und es ist wirklich spannend!“

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Das ist die JAV von Roche:

Aktuell hat Roche sieben JAVis, außerdem zwei Ersatzmitglieder, die immer dabei sind. Vorsitzende ist die 22-jährige Julia, die seit 2014 in der JAV ist. Einblicke hat sie tatsächlich gleich doppelt: Sie arbeitet bei Roche als Assistentin des Betriebsrats. Bei unserem Austausch waren außerdem der 20jährige Nikolas und der 18jährige Vincent dabei. Beide kannten das Ehrenamt schon durch ihr Engagement in der freiwilligen Feuerwehr. Zur nächsten Wahl wird die JAV im Unternehmen als 9er-Gremium noch größer: Inzwischen hat Roche mehr als 300 Azubis.

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