Neue Seminarthemen 2019

Das ifb bietet Ihnen mit neuen Seminarthemen eine optimale Ergänzung und ein fundiertes Wissen für Ihre Betriebsratsarbeit.

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E-Learning

Mit den E-Learning-Alternativen des ifb können Sie Ihrem Anspruch auf Weiterbildung nachkommen, auch wenn der Besuch eines unserer Präsenzseminare Ihnen einmal nicht möglich ist.

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Aktuelle Tagesseminare

Tagesseminare werden hauptsächlich zu sehr aktuellen Themen angeboten. Hier können Sie sich als Betriebsrat oder Interessenvertreter schnell und einfach auf dem Laufenden halten und bekommen ein kompaktes Update für Ihre Betriebsratsarbeit.

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Last-Minute Seminare

Flexibel sein lohnt sich! Immer wieder bieten wir ausgewählte Seminare für Betriebsräte und Interessenvertreter zum Last-Minute Angebot an, vor allem einige Wochen vor Seminarbeginn.

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Kostenlose Starterpakete

Unser Ziel ist es, Betriebsräte stärker und wirksamer zu machen. Dafür haben wir kostenlose „Starterpakete“ für verschiedene Seminare entwickelt, die Sie bei Ihrer BR-Arbeit nicht nur inhaltlich sondern auch praktisch unterstützen.

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Mit dem ifb an die Uni

Für Ihre berufliche und persönliche Zukunft: Das Seminar-Highlight in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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Unser Dank für Ihr Engagement!

Ebenso wie Betriebsräte setzen Sie sich als ehrenamtlicher Richter für eine gerechtere Arbeitswelt ein. Knapp 30 Jahre Schulungserfahrung nutzen wir jetzt auch, um Sie bei diesem Ehrenamt aktiv zu unterstützen.

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Ohne Einblick kein Durchblick.

Nur wer die wirtschaftliche Situation seines Unternehmens genau kennt, kann verantwortungsvoll handeln.

Welche Maßnahmen sind aus betriebswirtschaftlichen Gründen nötig und welche nicht? Meist sieht die Geschäftsleitung das völlig anders als die Belegschaft. Ohne Wirtschaftsausschuss haben Betriebsrat und Arbeitnehmer hier schlechte Karten. Dabei ist es ganz einfach, einen Wirtschaftsausschuss zu gründen!

5 gute Gründe für den Wirtschaftsausschuss:

1

Der Wirtschaftsausschuss informiert und berät den Betriebsrat in allen Fragen rund um die wirtschaftliche Situation des Unternehmens.

2

Der Wirtschaftsausschuss hat das Recht, alle wichtigen Unternehmenszahlen einzusehen und sich einen Überblick über die aktuelle Wirtschaftslage zu verschaffen.

3

Der Wirtschaftsausschuss kommt viel früher als der Betriebsrat an wichtige Finanzdaten. Zudem erhält er wesentlich umfangreichere Informationen.

4

Der Wirtschaftsausschuss kann die wahren Ursachen für wirtschaftliche Probleme erkennen und gemeinsam mit dem Betriebsrat wirksame Maßnahmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen einleiten.

5

Der Wirtschaftsausschuss unterstützt den Betriebsrat mit Argumentationshilfen zur wirtschaftlichen Notwendigkeit geplanter Unternehmensmaßnahmen und hilft ihm, arbeitnehmerfreundliche Alternativen zu entwickeln und beim Arbeitgeber durchzusetzen.

Wirtschaftsausschuss ist Pflicht!

Wann muss ein Wirtschaftsausschuss gegründet werden?

Laut BetrVG ist der Wirtschaftsausschuss in Betrieben mit mehr als 100 ständig beschäftigten Arbeitnehmern Pflicht.

Wie wird die Beschäftigtenzahl ermittelt?

Bei der Ermittlung der Beschäftigtenzahl sind die folgenden beiden Punkte entscheidend:

Es zählen alle Mitarbeiter, die im Unternehmen arbeiten – und nicht nur die Beschäftigten in den einzelnen Betrieben.

Ausschlaggebend ist die „normale“ Beschäftigtenzahl. Dazu ist nicht nur die Vergangenheit zu betrachten, sondern auch die künftige Entwicklung der Personalstärke einzubeziehen. Konkret bedeutet das: auch Mitarbeiter in Elternzeit oder Auszubildende sind zu berücksichtigen. (LAG Berlin 25.4.1988 – 9 TABV 2/88)

§ 106 Abs.1 BetrVG

In allen Unternehmen mit in der Regel mehr als 100 ständig beschäftigten Arbeitnehmern ist ein Wirtschaftsausschuss zu bilden.

Wer beruft den Wirtschaftsausschuss?

Die WA-Mitglieder werden vom Betriebsrat berufen. Dazu sind weder die Zustimmung der Firmenleitung noch eine Wahl durch die Belegschaft erforderlich! Die Bestellung läuft ganz unbürokratisch ab: Der Betriebsrat fragt mögliche Kandidaten. Falls diese zustimmen, erfolgt die Benennung und Entsendung durch einfachen Mehrheitsbeschluss. Anschließend teilt der Betriebsrat der Geschäftsleitung mit, wer künftig im Wirtschaftsausschuss aktiv sein wird.

Welche Vorteile bietet ein Wirtschaftsausschuss?

Der Wirtschaftsausschuss darf Daten und wirtschaftliche Kennzahlen vom Arbeitgeber einfordern, auf die der Betriebsrat keinen Zugriff hat, zum Beispiel:

Gewinn- und Verlustrechnungen, Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens, zu Steuern und zur Liquidität

Dokumente zu Rationalisierungsvorhaben und Investitionspläne

Daten zu Maßnahmen, die sich stark auf die Interessen der Belegschaft auswirken können, wie beispielsweise die Verlagerung der Produktion ins Ausland oder Fusionen

Woher bekommen WA-Mitglieder das nötige Wissen?

Kennziffern verstehen, Jahresabschlüsse analysieren, den Betriebsrat mit aktuellen Informationen zur Wirtschaftslage unterstützen oder unternehmerische Entscheidungen kompetent mit der Geschäftsleitung diskutieren: Die Anforderungen an WA-Mitglieder sind ganz schön vielseitig.

In unseren Seminaren holen wir Sie genau da ab, wo Sie mit Ihren Kompetenzen gerade stehen.

 

Wirtschaftsausschuss Teil I
Starterpaket
Wirtschaftsausschuss Kompakt Teil I
Starterpaket
Betriebswirtschaftliche Grundlagen für alle Betriebsräte Teil I

Häufige Fragen

Ist der Wirtschaftsausschuss Pflicht?

Nach § 106 Abs. 1 S. 1 BetrVG ist in Unternehmen mit in der Regel mehr als 100 ständig beschäftigten Arbeitnehmern ein WA zu bilden. Der WA wird für das ganze Unternehmen gebildet – unabhängig davon, wie viele Betriebe dem Unternehmen angehören. Allerdings muss in mindestens einem der Betriebe ein BR vorhanden sein. Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen ist die Bildung eines WA Pflicht. Das gilt auch, wenn der Hauptsitz des Unternehmens im Ausland liegt. Ausnahme sind Tendenzbetriebe nach § 118 BetrVG. Sie fallen nicht unter diese Vorschrift.

Wer bildet den Wirtschaftsausschuss ?

Der Wirtschaftsausschuss wird durch den Betriebsrat oder den Gesamtbetriebsrat berufen. Eine Zustimmung der Firmenleitung oder eine Wahl durch die Belegschaft ist nicht nötig!

Wie viele Mitglieder hat der WA?

Der WA besteht aus mindesten 3 und höchstens 7 Mitgliedern, die vom Betriebsrat oder vom Gesamtbetriebsrat bestellt werden, der mindestens einen Vertreter in den WA entsenden muss.

Wer kommt in den Wirtschaftsausschuss?

BR oder GBR bestimmen die WA-Mitglieder, die sie für geeignet halten. Voraussetzung, um Mitglied im WA zu werden, ist die Zugehörigkeit zum Unternehmen. Zur Ausübung des Amtes sollen die WA-Mitglieder die erforderliche fachliche und persönliche Eignung besitzen. Ein Zwang zur Übernahme des Amtes besteht nicht. Eine Ausnahme gilt jedoch für BR-Mitglieder.

Wie lange dauert die Amtszeit des WA?

Wurde der WA durch den BR bestellt, endet seine Amtszeit mit der des BR. Wurde der WA durch den GBR bestellt, endet die Amtszeit, wenn die Amtszeit der Mehrheit der GBR-Mitglieder abgelaufen ist.

Wie oft soll der WA zusammenkommen?

Nach § 108 BetrVG soll der WA monatlich einmal zusammenkommen. Stehen weitreichende Veränderungen im Unternehmen an, kann der WA auch in kürzeren Zeitabständen zusammentreten. An den Sitzungen des WA hat der Unternehmer oder ein Vertreter teilzunehmen.

Welche Informationen stehen dem Wirtschaftsausschuss zu?

Die Informationsrechte des Wirtschaftsausschusses reichen weit – Sie müssen sie nur richtig anwenden. Denn das Unternehmen muss den Wirtschaftsausschuss umfassend und rechtzeitig über die wirtschaftlichen Angelegenheiten informieren und diese mit ihm beraten. Dazu gehören:

  • Die wirtschaftliche und finanzielle Lage: Gewinne, Verluste, wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens, Außenstände, Steuern, Auftragsbestand, Liquidität. 
  • Produktions- und Absatzlage: Kapazitätsauslastung, Produktion, Lagerbestände. 
  • Rationalisierungsvorhaben: Automatisierung, Mechanisierung, Straffung der Betriebsorganisation, Kostensenkung. 
  •  Investitionsprogramme: Planung und Finanzierung von Investitionen, Produktionsumstellungen. 
  • Neue Fabrikations- und Arbeitsmethoden: Einführung von Schichtarbeit, Umstellung von Einzelarbeit auf Gruppenarbeit. Maßnahmen zur Stilllegung oder Einschränkung des Betriebs. 
  • Vorhaben, die sich stark auf die Interessen der Arbeitnehmer auswirken können: Verlagerung der Produktion ins Ausland, Fusionen
Was sollte der Wirtschaftsausschuss unbedingt wissen?

Der Wirtschaftsausschuss muss unverständliche Bilanzen und Erfolgsrechnungen nicht klaglos akzeptieren. Im Gegenteil: Er hat das Recht, Zahlen und Strategie kritisch zu prüfen, um die Interessen der Belegschaft und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.

  • Eigene Unternehmenszahlen auswerten
  • Vergangenheitsdaten analysieren (Jahresabschluss, Bilanz, GuV, Controllingberichte …), um daraus Rückschlüsse auf die Entwicklung des Unternehmens abzuleiten.
  • Strategie des Unternehmens kennen: Gibt es neue Märkte? Was macht der Wettbewerb? Werden neue Produkte entwickelt? Wie wirkt sich die Strategie auf die Arbeitsplätze aus? Sind die geplanten Maßnahmen schlüssig und sozialverträglich?
  • Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen auf das Unternehmen einschätzen: Gibt es Anzeichen für wirtschaftliche Probleme und Krisen? Was kann man tun, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken? Wie liegen zukünftige Chancen und Risiken?