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Was mache ich mit meinem Lampenfieber?

Sprech- und Redeangst ist das, was man in Schauspielerkreisen auch “Lampenfieber“ nennt.

Selbst sehr erfahrene, ältere Schauspieler sind nicht dagegen gefeit. Grundsätzlich ist Lampenfieber nichts Schädliches. Im Gegenteil, in Maßen ist es sogar sehr nützlich. Richtig dosiertes Lampenfieber belebt den Geist, Sprache und Temperament. Wer dagegen ohne jegliche Regung einen Vortrag hält, läuft Gefahr, dass er nicht überzeugend wirkt. Wenn es jedoch immer wieder zu beklemmender Sprech- und Redeangst kommt, dann sollte man etwas dagegen unternehmen. Zunächst einmal sollte man versuchen herauszufinden, von welchen Gedanken man vorwiegend gesteuert wird. Es ist anzunehmen, dass die Antreiber “Du musst dich anstrengen!“ und “Du musst perfekt sein!“ bei den meisten Menschen die maßgeblichen Auslöser von Lampenfieber in Gesprächs- und Redesituationen sind.

Um die störenden Einflüsse auf unsere Gedanken abzubauen, kann mentales Training helfen:

Lampenfieber ist nicht mein Schicksal. Es trifft auch geübte Redner.

Es sind nur Stresshormone, die das Lampenfieber verursachen. Sie bauen sich schnell wieder ab.

Die Menschen, die mir zuhören, wollen mir nichts Böses. Sie leiden sogar mit, wenn ich durch Lampenfieber gehemmt bin.

Ich habe bereits Erfolgserlebnisse gehabt, als ich mal vor ein paar Leuten gesprochen habe.

Was kann mir eigentlich passieren, wenn ich meinen Rede- oder Gesprächsbeitrag nicht so hinbekomme, wie ich mir das vorstelle.

Wenn ich mich bei meinem “Auftritt“ schlecht fühle, wenn meine Knie zittern, wenn meine Hände feucht werden usw., dann müssen meine Zuhörer noch lange nichts davon bemerken. Ich sehe mich immer kritischer, als andere Menschen mich beurteilen.

Ich stehe voll im Stoff, so dass mich sachlich keiner verunsichern kann.